Grundlegendes
Zuerst einige wichtige Worte. Um keinen Glaubenskrieg auszulösen, wie er in vielen Foren oder unter Ausübenden diversere Kampfsportarten/Kampfkünste mithin üblich ist, hier wird kein „traditionelles “ Ninjutsu nach Masaaki Hatsumi und seinen Schülern unterrichtet.
Wir unterrichten Shobukan Inyo-Ryu Ninjutsu.
Mindestalter 16 Jahre.
Ninjutsu in der JVS
Ninjutsu existiert seit 1990 in der Judo-Vereinigung-Siegerland (anschließend „JVS“ genannt). Dem Begründer der JVS, Heinrich Kleinert, der neuen Kampfkünsten und Kampfsportarten immer aufgeschlossen gegenübersteht, hat die Abteilung die Entstehung zu verdanken.
Trainingsinhalte
Was wird nun, nachdem wir eindeutig das von uns unterrichtete Ninjutsu definiert haben, im Training geübt?
Erwärmung, Kraft, Dehnen alles in allem ca. 45 min. zu Musik.
Fallübungen incl. Akrobatik, Pratzentraining, Abhärtung (Lowkicks, Blöcke etc.)
Waffenlose Techniken (Bewegungslehre, Schlag-, Tritt-, Hebel-, Wurf-, Würgetechniken)
Techniken mit Waffen gegen bewaffnete und unbewaffnete Gegner
Der Umgang mit alltäglichen Gegenständen, die als Waffe eingesetzt werden können, wird hier ebenso unterrichtet, wie Selbstbehauptung, wichtige Aspekte der Körpersprache sowie optimaler Körpereinsatz.
Techniken
Ninjutsu Techniken sind originär Techniken von Kriegern für Krieger, heißt das die waffenlosen Techniken ihre Wirksamkeit für das Schlachtfeld unter Beweis stellen mussten. Dementsprechend muss die Wirksamkeit durch die Schadensauswirkung nach Durchführung einer Technik bestätigt sein. Beim Judo sind viele alte Wurftechniken eliminiert worden, um den sportlichen Vergleich relativ gefahrlos zu gewährleisten. Wurftechniken bei denen der Partner genickbrechend oder Extremitäten brechend fällt sind genauso nicht enthalten, wie Techniken, die dem Partner auf den Kopf oder das Gesicht fallen lassen. Aber gerade solche Techniken haben in der Selbstverteidigung einen besonders hohen Stellenwert, denn auf der Straße gibt es keine Gewichtsklassen oder Regeln. Bei den Hebeltechniken sind ähnliche Perspektiven anzulegen. Hebeltechniken sind ein Mittel in den waffenlosen Samurai – Künsten gewesen, die als Übergang zu einem Knochenbruch oder Bänder- oder Muskelriss zu verstehen sind. Anders als beim Aikido, wo Hebeltechniken den Partner (meist nur sanft) aus dem eigenen Aktionskreis heraus befördern sollen, müssen wir Hebeltechniken mit ihrer größtmöglichen Wirkung einsetzen, um so den höchsten Selbstverteidigungswert zu gewährleisten.
Die Notwendigkeit, sich auf den Wegen des mittelalterlichen Japans allein gegen oftmals bewaffnete Angreifer durchzusetzen, um mit dem Leben davonzukommen, hat die Effizienz der bewaffneten und unbewaffneten Kriegskünste der Samurai zur Genüge nachgewiesen.